Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente
Die Beziehung zwischen Gott und den Menschen ist nicht nur von Worten geprägt, sondern auch durch symbolische Handlungen. Diese leibhaftigen Begegnungen mit Gott sind besondere Heilszeichen, die wir Sakramente nennen. Sakrament bedeutet „religiöses Geheimnis, Weihe, Verpflichtung“. Zentral ist die Berührung beispielsweise durch die Salbung mit Öl oder das Handauflegen.Ihren Ursprung haben die Sakramente im Handeln Jesu Christi. Das, was Jesus vor 2000 Jahren gelehrt und bewirkt hat, wird in unserer Lebenswirklichkeit lebendig.

Taufe

Die christliche Taufe hat ihren Ursprung in der Taufe Jesu durch Johannes
„Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“
Matthäus, 28, 16-20

Die Taufe ist das Grundsakrament für jeden, der Christ sein will. Mit der Taufe wird das Kind mit Jesus untrennbar verbunden. Mit ihr beginnt die Kirchenzugehörigkeit. Ohne Taufe ist der Empfang anderer Sakramente nicht möglich. Wenn Sie sich entschieden haben, Ihr Kind taufen zu lassen, beginnt die engere Vorbereitung auf dieses Sakrament. Die Taufe Ihres Kindes findet in der Regel in der Pfarrkirche Ihres Wohnsitzes statt. Einige Wochen nach der Geburt sollte das Kind von den Eltern im Pfarramt zur Taufe angemeldet werden.

Was brauchen Sie um Ihr Kind für die Taufe anzumelden?

Geburtsurkunde des Kindes
Taufscheine der Eltern
Taufschein des Taufpate
Trauungsschein und Heiratsurkunde der Eltern.
Wenn die Eltern aus der Kirche ausgetreten sind: Austrittsbestätigung 

Sollten Sie nicht im Pfarrgebiet wohnen, aber den Wunsch haben, Ihr Kind in Mühlried taufen zu lassen, dann müssen Sie zuerst mit dem Pfarramt Ihres Wohnsitzes Kontakt aufnehmen und eine Tauferlaubnis Ihrer Pfarrei mitbringen. Gut ist es, wenn Sie das Taufgespräch mit dem Seelsorger Ihrer Pfarrei abhalten. Damit haben Sie Kontakt zu Ihrer Pfarrgemeinde, wo Ihr Kind aufwächst, vielleicht in den Kindergarten geht und die Erstkommunion empfangen wird.

Firmung

Den Glauben stärken
Die Firmung vollendet die Taufgnade. Sie ist das Sakrament, das den Heiligen Geist verleiht, um uns in der Gotteskindschaft tiefer zu verwurzeln, uns fester in Christus einzugliedern, unsere Verbindung mit der Kirche zu stärken, uns mehr an ihrer Sendung zu beteiligen und uns zu helfen, in Wort und Tat für den christlichen Glauben Zeugnis zu geben.

Taufe und Firmung gehören eng zusammen. Bei der sakramentalen Aufnahme Erwachsener in die Kirche werden Taufe und Firmung in einer Feier gespendet.

Geführt vom Heiligen Geist
Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf den Heiligen Geist! - mit diesem Auftrag hat Jesus seine Jünger zurückgelassen. Etwa hun-dertzwanzig Menschen haben diesem Wort vertraut. Sie sind zusammengeblieben; sie haben gemeinsam gebetet und sich fünfzig Tage lang auf das Pfingstfest vorbereitet. Was Jesus ihnen zum Abschied gesagt hat, ging in Erfüllung. Am Ringstfest wurde ihr Leben verwandelt. Sie spürten eine Kraft - die Heilige Schrift spricht in Bildern vom Brausen eines heftigen Sturmes, von Feuerzungen, vom Reden in fremden Sprachen. Eine Bewegung entstand, und viele fragten staunend: Was hat das zu bedeuten? Petrus konnte ihnen dann sagen: Hier wirkt der Heilige Geist. Er ist eine Kraft, die jeder empfängt, der den gekreuzigten Jesus als seinen Herrn anerkennt und an ihn glaubt. Verbunden mit der Kirche Was ist an Pfingsten geschehen? Aus ängstlichen Menschen sind Apostel geworden. Die am Ölberg davongelaufen waren, die Angst hatten, sich unter dem Kreuz zu Jesus zu bekennen, werden Boten Christi. Das Schicksal Jesu und seiner Kirche wird zu ihrem eigenen. Ihre Sehnsucht ist, Christus immer ähnlicher zu werden; ihre Erfahrung ist, daß sie - wie Paulus es ausdrückt - Christus angezogen haben. Angefangen hat dieser Weg in der Lebensgemeinschaft mit dem irdischen Jesus. Pfingsten ist ein neuer Schritt. Der Heilige Geist macht die Jüngergemeinschaft erwachsen und läßt sie als Kirche Jesu Christi sichtbar und wirksam werden. Die Kirche nimmt nun ihren Weg durch die Zeit.
 
Berührt und gesalbt
Was an Pfingsten geschehen ist, geschieht im Sakrament der Firmung. Die Zeichen und Worte der Firmspendung bringen zum Ausdruck: Jetzt handelt Gott. Er schenkt seinen Heiligen Geist. Er gibt ihn allen, die darauf warten und sich danach sehnen. Der Bischof breitet die Hände aus und ruft den Heiligen Geist auf die Firmlinge herab. Er zeichnet das Kreuzauf die Stirn des Firmlings, salbt ihn mit Öl (Chrisam) und spricht die Worte: »Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.« Denn der Firmling gehört zu dem Volk, von dem der erste Petrusbrief sagt: »Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.« (1 Petr 2,9) Der Firmling hat also einen Auftrag, mit dem Volk Gottes zu leben und für Christus Zeugnis zu geben.

Erstkommunion

Gemeinschaft mit Gott
In der Erstkommunion erfahren Kinder die einladende Gemeinschaft mit Gott. Sie werden in die Mahlgemeinschaft mit Gott und der Gemeinde aufgenommen. In der Regel gehen Kinder in der dritten Klasse, also mit ca. neun Jahren zur Erstkommunion. In kleinen Gruppen in den Gemeinden bereiten sich die Mädchen und Jungen gemeinsam mit einem Gruppenleiter oder einer Gruppenleiterin auf den Tag der Erstkommunion vor. Sie beschäftigen sich u.a. mit der Frage, was Gott ihnen bedeutet, mit ihrer eigenen Taufe, dem Wirken Jesu und dem Aufbau der Messe. Traditionsgemäß findet die Erstkommunionsfeier am ersten Sonntag nach Ostern, dem "Weißen Sonntag" statt.

Jesus Christus ist der Freund der Kinder. Christliche Erziehung will helfen, diese Freundschaft anzunehmen und immer tiefer zu erfahren. Ein einzigartiges Zeichen dieser Freundschaft ist die Gemeinschaft mit Jesus Christus in der hl. Kommunion.
Bei der Hinführung der Kinderzum ersten Empfang der hl. Kommunion wirken Familie, Pfarrgemeinde und Schule zusammen und ergänzen sich gegenseitig. Eltern, Religionslehrer, Seelsorger und verantwortliche Männer und Frauen aus der Pfarrgemeinde helfen den Kindern, in die Feier der hl. Messe hineinzuwachsen und bereiten sie auf den ersten Empfang des Leibes und Blutes Christi vor. Was können Sie als Eltern tun? Ihr Verhalten, Ihre Art der Erziehung, Erlebnisse, die Sie Ihrem Kind vermitteln, schaffen eine Atmosphäre, in der christlicher Glaube entstehen und wachsen kann. Sie können daher Ihrem Kind helfen, wenn Sie die Zeit der Hinführung zur Erstkommunion selbst bewußt und intensiv miterleben. Freuen Sie sich über die religiöse Aufgeschlossenheit Ihres Kindes! Beten Sie für Ihr Kind und beten Sie auch mit Ihrem Kind. Das Tischgebet, das Abend- und Morgengebet bieten sich dafür an. Was für Sie selbst wichtig ist, hat auch für Ihr Kind besondere Bedeutung. Ihr Kind spürt, ob auch für Sie Jesus Christus eine Rolle spielt. Lassen Sie sich daher von Ihrem Kind vom Religionsunterricht und der Erstkommunionvorbereitung in der Pfarrgemeinde erzählen! Vielleicht können Sie mit Ihrem Kind auch ein gutes religiöses Buch lesen. Zur Hinführung Ihres Kindes zur ersten hl. Kommunion gehört es, daß Sie ihm die Mitfeier des sonntäglichen Gottesdienstes ermöglichen. Das wird um so besser gelingen, wenn Sie Ihr Kind zum Gottesdienst begleiten und selbst die hl. Messe mitfeiern. Auch Sie sind eingeladen - ganz besonders am Erstkommuniontag - zum Tisch des Herrn zu gehen, wenn Ihre persönliche Situation dafür kein Hindernis ist. Sehen Sie diese Einladung als Chance, Ihre Glaubens- und Lebenspraxis ehrlich zu überdenken, vielleicht auch zu verändern. Das Gespräch mit einem Seelsorger wird Ihnen dabei helfen. Im Alltag gibt es viele Situationen, in denen Sie wichtige Grundhaltungen und Grunderfahrungen des Glaubens einüben können: z.B. danken für gemeinsam Erlebtes, einander zuhören, anderen Gutes tun, die häusliche Tischgemeinschaft pflegen und gastfreundlich sein.
Was ist Aufgabe der Pfarrgemeinde?
Auch die Pfarrgemeinde hat Verantwortung und die Aufgabe, die Kinder bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion zu begleiten. In vielen Pfarrgemeinden werden die Kinder für eine gewisse Zeit in kleinen Gruppen zusammengefaßt, die von Frauen und Männern aus der Pfarrgemeinde, oft auch von Eltern der Erstkommunionkinder geleitet werden. Die Gruppenleiter/-innen werden auf ihren Dienst vorbereitet und während ihrer Tätigkeit von den Seelsorgern begleitet. Vielleicht könnten auch Sie eine solche Aufgabe übernehmen? In diesen Gruppen erfahren die Kinder christliche Gemeinschaft durch Gespräche, gemeinsames Tun, Singen und Beten. Auch Spiel und Feier kommen nicht zu kurz. Die Verantwortung der Pfarrgemeinde für die Erstkommunionkinder zeigt sich auch darin, daß sie für sie betet, besonders bei den Fürbitten in der hl. Messe. In vielen Gemeinden werden die Kinder auch von Zeit zu Zeit zu kindgemäß gestalteten gottesdienstlichen Feiern eingeladen. Ein Angebot der Pfarrgemeinde ist auch der Elternabend oder das Elternseminar. Sie erfahren dort, wie die Vorbereitung Ihrer Kinder in Ihrer Pfarrgemeinde gestaltet wird. Der Elternabend oder das Elternseminar soll auch für Ihren eigenen Glauben und für das religiöse Gespräch mit Ihrem Kind eine Hilfe sein.

Hochzeit

Die Liebe unter den Segen Gottes stellen
„Heute müssen die jungen Leute ja nicht mehr heiraten, sondern können auch ohne Trauschein zusammenleben“ so oder ähnlich haben Sie es sicherlich schon oft gehört. Trotz der zunehmenden Individualisierung und Pluralisierung von Lebensstilen entscheiden sich nach wie vor viele Paare, ihrer Liebe durch die Ehe einen öffentlichen und verbindlichen Charakter zu geben.
Für Christinnen und Christen ist es wichtig, ihre Liebe unter den Segen Gottes zu stellen und zu wissen, dass sie auf ihrem gemeinsamen Lebensweg von Gott begleitet werden
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Katholisch heiraten: Was heißt das?
Die katholische Kirche versteht die Trauung am Altar als „Sakrament", das sich die Paare gegenseitig spenden. Das heißt:
  • Sie bestätigt die Zusage Gottes: Ich bin bei Euch, „alle Tage Eures Lebens" und darüber hinaus.
  • Sie ist ein bewusstes und öffentliches Bekenntnis zu Gott. Sie bestätigt: Wir wollen bewusst im Geist Jesu zusammenleben und verstehen unsere Ehe als Bund, als Zeichen für die unbedingte, endgültige Liebe Gottes. Deshalb kann sie auch nicht aufgelöst oder zurückgenommen werden.
Aber
  • Sie ist kein Zaubermittel, das aus einer unreifen Beziehung eine reife Ehe macht. Sie baut auf dem auf, was die Paare mitbringen, und vertieft religiös das Vertrauen in eine gelingende Zukunft zu zweit.
  • Sie ist kein Einschnitt, der unvermittelt alles anders werden lässt. Sie ist eine wichtige, vielleicht die wichtigste Etappe in der Beziehungsgeschichte eines Paares. So wie bisher schon viele Entscheidungen erforderlich waren, müssen die beiden auch weiterhin viele Entscheidungen treffen, damit ihre Beziehung lebendig bleibt.


Haben Sie sich für eine kirchliche Trauung entschieden, dann sollten Sie sich bald mit Ihrem zuständigen Wohnsitzpfarramt in Verbindung setzen.
Denken Sie daran, dass Sie rechtzeitig mit dem Geistlichen Kontakt aufnehmen, der die Trauung durchführen soll. Sie brauchen dazu einen Taufschein, den Sie bei Ihrem Heimatpfarramt erhalten. Terminvereinbarung über unser Pfarrbüro
Bei diesen ersten Kontakten, können die zwei wichtigsten Termine festgelegt werden:

Der Hochzeitstermin und der Zeitpunkt für das Traugespräch.
Außerdem erhalten Sie Informationen über die Ehevorbereitungskurse.

Das Traugespräch ist in jedem Fall notwendig:

  • Das Eheverständnis der katholischen Kirche kommt zur Sprache. 
  • Das Ehevorbereitungsprotokoll wird ausgefüllt. 
  • Der Traugottesdienst, sein Aufbau und sein innerer Sinn werden besprochen bzw. erarbeitet. 
  • Lieder, biblische Lesungen und Gebete können Sie gemeinsam aussuchen. 
  • Es ist zu überlegen, ob jemand von den Hochzeitsgästen eine Lesung oder die Fürbitten übernehmen kann. 
  • Persönliche Fragen können angesprochen werden. 
  • Auch mehr technische Fragen stehen an, z. B. besonderer Blumenschmuck in der Kirche, Auswahl der Musikstücke, Fotografieren im Traugottesdienst usw. 
 
Katholische Brautleute brauchen einen Taufschein, der nicht älter als ein halbes Jahr ist. Sie erhalten ihn in der Pfarrei, wo Sie getauft wurden. Einige größere Städte registrieren Taufen zentral. Bei Fragen hilft Ihnen das zuständige Pfarramt.

Buße

Sich seinen Sünden stellen
Die sieben Sakramente betreffen alle Stufen und wichtigen Zeitpunkte im Leben eines Christen. Sie geben dem Glaubensleben der Christen Geburt und Wachstum, Heilung und Sendung. Durch die Sakramente der Taufe, der Firmung und der Eucharistie werden die Grundlagen des ganzen christlichen Lebens gelegt. Die Kirche, die die Sakramente spendet, ist ein bleibendes Zeichen und Werkzeug für die Zuwendung Gottes in der Welt.

Die liebende Nähe Gottes
Auch in der Schuld, sei sie noch so belastend und zerstörerisch, bleiben die Christen nicht ohne ein Zeichen der liebenden Nähe Gottes. Im Sakrament der Buße und Versöhnung stellt sich der Mensch seinen eigenen Sünden, die er sich zuschulden hat kommen lassen und übernimmt die Verantwortung dafür. Damit öffnet er sich neu Gott und der Gemeinschaft der Kirche, um so eine neue Zukunft zu ermöglichen. Im sakramentalen Handeln der Kirche, ganz konkret beim Sprechen der Absolutionsformel durch den bevollmächtigten Priester, wird der Einzelne mit Gott versöhnt, d. h. aber auch mit seinen Mitmenschen, mit der Kirche und der ganzen Schöpfung.

Krankensalbung

In der Krankheit kann der Mensch Gottes Trost erfahren
Kein menschliches Leben wird von Krankheit, Leid und Belastungen verschont. Sie sind Zeichen unserer Geschöpflichkeit, Erfahrungsräume unserer Endlichkeit, Vorboten des abnehmenden Lebens, des Sterbens und des Todes.

Krankheit im Licht des Glaubens
Die Gemeinschaft der Kirche hat  – getreu dem Schicksal Jesu Christus – diese Erfahrungen im Licht des Glaubens gedeutet. Und zwar im Sakrament der Krankensalbung.
Lange Zeit war dieses Sakrament als letzte Ölung nahe an die Todesgrenze gerückt und damit als Kräftigung für den Übergang in eine andere Existenz gedeutet. Heute wird die Krankensalbung in Zeiten schwerer Erkrankungen gefeiert. Heilung, Stärkung und Bewältigung der schwierigen Situation sind frohe Botschaft dieses Sakramentes, in dem Gott als Freund der Kranken und Jesu heilendes Wirken vergegenwärtigt werden. Die stärkende Nähe Jesu erfahren
Der Empfang des Sakramentes der Krankensalbung soll den Kranken in besonderer Weise mit Christus (d. h. wörtlich dem Gesalbten Gottes) verbinden. Darum kann der Kranke in jeder ernsten Krankheit das Sakrament der Krankensalbung empfangen, um so die stärkende Nähe Jesu Christi zu erfahren. Dieses Sakrament ist ein Sakrament der Lebenden, es will den Kranken keineswegs vorzeitig dem Tod überantworten. In der Gemeinschaft mit Christus wird der Kranke aber auch das Sterben bestehen, denn der Mensch ist zum Leben bestimmt und nicht zum Tod.
Besondere Liebe Jesu zu den Kranken Jesus hat aber nicht nur die Macht zu heilen, sondern auch Sünden zu vergeben. Die besondere Liebe Jesu zu den Kranken bewog die Christen durch alle Jahrhunderte, sich derer anzunehmen, die körperlich oder seelisch leiden. Das Sakrament der Krankensalbung verleiht dem Christen, der die mit schwerer Krankheit oder mit Alter gegebenen Schwierigkeiten durchmacht, Trost und die Zuversicht von Gott angenommen zu sein. Die Feier des Sakramentes besteht im wesentlichen in der Salbung der Stirn und der Hände des Kranken. Dabei spricht der Priester: "Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes."

Dieses Sakrament kann mehrmals empfangen werden.
Ansprechpartner: P. Robet Skrzypek (Tel. 0 8252/ 2674)

Weihe

Die sakramentale Weihe der Bischöfe, Priester und Diakone
"Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein."
Matthäus 16, 18-19

Die feierliche Liturgie
Die Priesterweihe gehört zu den sieben Sakramenten in der katholischen Kirche. Mit der Weihe werden dem Diakon und den Priesteramtskandidaten die priesterlichen Aufgaben und Vollmachten vom Bischof übertragen. Sie symbolisiert den Eintritt ins Priesteramt.
Das Sakrament der Weihe unterteilt sich in drei Stufen: Der Weihe zum Diakon, der Weihe zum Priester und der Weihe zum Bischof.

Die Priesterweihe darf nur der empfangen, der nach dem Urteil des Bischofs für den kirchlichen Dienst geeignet ist. Laut Kanonischem Kirchenrecht (CIC) kann ein Bewerber abgelehnt werden, wenn er den Voraussetzungen nicht entspricht.

Im feierlichen Rahmen einer Messfeier wird das Weihesakrament gespendet, bei der der Bischof und das gesamte Presbyterium (Priesterversammlung einer Diözese) des Bistums anwesend sind. Der Bischof, das Presbyterium, der Regens (Leiter des Priesterseminars der Diözese) und die Priesteramtskandidaten mit ihrem Spiritual (Mentor) ziehen zu Beginn der Messe in die Kirche ein.

Messfeier

Zu Beginn der Liturgie werden die Priesteramtskandidaten aufgerufen. Mit den Worten „hier bin ich“, ursprünglich „ad sum“ erklären sie ihre Bereitschaft zur Weihe. Nach der Predigt geben die Kandidaten gegenüber dem Bischof das Gehorsamsversprechen und singen gemeinsam die Herabrufung des Heiligen Geistes im „Heilig-Geist-Hymnus“. Es folgt das Gebet der Heiligenlitanai, bei dem die Kandidaten längst ausgestreckt mit dem Gesicht zum Boden liegen. Symbolisch versinnbildlicht diese Handlung, dass der Priester sich in Gottes Hände begibt.

Die folgenden beiden Rituale machen den Kern der Priesterweihe aus: Zunächst spendet der Bischof mit der Handauflegung das Weihesakrament. Es folgt das Weihegebet. Daraufhin legt auch das versammelte Presbyterium den Neugeweihten die Hände auf, um sie in die Gemeinschaft der Priester aufzunehmen. Im zweiten Teil erhalten die Neugeweihten die ausdeutenden Riten: In der Regel zieht ihnen der jeweilige Heimatpfarrer Priestergewand und Stola an, der Bischof salbt ihnen die Hände mit Chrisam und die Gefäße wie Hostienschale und Kelch werden überreicht. Es ist üblich, dass jeder Priester seine eigenen heiligen Utensilien besitzt, die in seiner Pfarrgemeinde aufbewahrt werden.
Nach dem Weiheritus zelebrieren die Neupriester gemeinsam mit dem Bischof die Messe.

Primiz

Einige Tage nach der Priesterweihe feiert der Neugeweihte seine erste Eucharistiefeier im Priesterseminar. Kurz darauf erfolgt die zweite Primiz in seiner Heimatgemeinde.



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